Mannheimer Manieren

Veronika Fuchs, Flöte
Matthias Metzger, Musikalische Leitung

Joseph Haydn | Sinfonie Nr. 6 D-Dur "Le Matin"
Carl Stamitz | Flötenkonzert G-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart | Sinfonie Nr. 29 A-Dur

Der Musikwissenschaftler Hugo Riemann prägte vor gut 100 Jahren den Begriff "Mannheimer Manieren". Er fasste damit ein Arsenal melodischer Figuren und orchestraler Effekte zusammen, die die Komponisten der so genannten "Mannheimer Schule" gerne verwendeten, unter ihnen Carl Stamitz. Aber auch Wolfgang Amadeus Mozart, der wiederholt in der Kurpfalz Station gemacht hat und das dortige Orchester bewunderte, griff hin und wieder auf die Moden aus Mannheim zurück - etwa in seiner A-Dur-Sinfonie KV 201, einer seiner frühen Meistersinfonien. Hier zünden im Finale Mannheimer Raketen - also rasant aufsteigende virtuose Läufe, wie sie damals die Musikwelt zum Staunen gebracht haben.
Hell nach oben geht es auch in Joseph Haydns D-Dur-Sinfonie, nur nicht raketenschnell, sondern ganz langsam und erhaben. Es erhebt sich: Die Sonne zum Tagesanbruch, diese Sinfonie trägt den Beinamen "Le Matin" ("Der Morgen") und gehört zu Haydns Tageszeiten-Zyklus.