Die Deutsche Philharmonie Merck ist benannt nach der Apothekerfamilie Merck, die 1668 die Grundlage schuf für das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt - die heutige Firma Merck in Darmstadt. Seit jeher ist diese Familie, aus der auch Johann Heinrich Merck - der Freund und Förderer des Dichters Johann Wolfgang Goethe - entstammte, für ihr kulturelles Engagement bekannt. Dieser Tradition fühlt sich die Philharmonie Merck in ganz besonderer Weise verpflichtet.

Merck ist der Hauptsponsor des Orchesters, das seine Anfänge als Werksorchester hatte. Bereits im Jahr 1966 schlossen sich musizierfreudige Mitarbeiter zu einem "Instrumentalkreis im Hause Merck" zusammen, der sich im Laufe der Jahre zu einem Kammerorchester, dann einer Kammerphilharmonie und schließlich im Jahre 2003 zur Philharmonie Merck erweiterte. Aus dem einstigen Werksorchester wurde eines der leistungsfähigsten freien Orchester der deutschen Musiklandschaft - "ein Orchester auf dem besten Weg nach oben", so das Urteil der Presse. In den Jahren 2003 bis 2016 und damit seit der Umbenennung in Philharmonie Merck amtierte Wolfgang Heinzel als Chefdirigent. Mit Beginn der Saison 2016/2017 erfolgte schließlich die Umbenennung in Deutsche Philharmonie Merck.

Die Deutsche Philharmonie Merck besteht aus bis zu 100 professionellen Musikern, die jeweils für bestimmte Arbeitsphasen zusammen kommen. Das Repertoire des Orchesters umfasst alle Stilrichtungen von Barock und Klassik über Romantik bis hin zur zeitgenössischen Musik sowie Crossover-Projekte wie Jazz oder Filmmusik. Mehr als 25.000 Zuschauer besuchen jährlich die Konzerte in Darmstadt und Umgebung. Mit der Veranstaltung spezieller Kinder- und Jugendprojekte, beispielsweise Sitzkissenkonzerte oder Orchesterwerkstätten verfolgt das Orchester das Ziel, Kinder für klassische Musik zu begeistern und Jugendlichen erste Erfahrungen im Orchestermusizieren zu ermöglichen.

Auch als Festivalveranstalter hat die Deutsche Philharmonie Merck das Darmstädter Musikleben bereichert. So gastierten im Rahmen des 1996 erstmals initiierten "Musikalischen Herbstes" so renommierte internationale Spitzenklangkörper wie das Philharmonia Orchestra London, das Gewandhausorchester Leipzig, The Amsterdam Baroque Orchestra & Choir oder das Gabrieli Consort & Players in der Stadt. Auch außerhalb des Festivals bereichern Ensembles wie das European Union Baroque Orchestra oder das Vokalensemble Amarcord regelmäßig den Konzertkalender der Deutschen Philharmonie Merck. Das Orchester selbst arbeitete bereits mit GastdirigentInnen wie Joana Mallwitz, Guido Johannes Rumstadt, Ben Palmer oder Eric Jacobsen zusammen; für Barock-Projekte geben Alte-Musik-Spezialisten wie Margaret Faultless oder Stephan Mai den stilechten Ton an.

In den letzten Jahren und Jahrzehnten ist die Deutsche Philharmonie Merck auch auf internationalen Podien ein gerne und häufig empfangener Gast. Neben den zahlreichen Konzertreisen in nahezu alle europäischen Länder (mit Zielen wie Amsterdam, Barcelona, Brüssel, Lissabon, Paris, Trondheim und Wien) trat das Orchester wiederholt auch abseits der bekannten Metropolen abendländischer Musik auf. So reisten die Musiker 2001 auf Einladung des Goethe-Instituts zum "German Festival in India". Die Konzerte in Millionenstädten wie Mumbai, Bangalore, Kolkata und New Delhi wurden derart positiv aufgenommen, dass sich das Orchester in den kommenden zehn Jahren gleich zwei Mal erneut auf die Reise nach Indien machte; zuletzt erneut in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und dem Auswärtigen Amt zum "2011 German Festival in India" im Jahre 2011. 2005 standen Brasilien und Mexiko auf dem Tourplan, 2008 trat die Deutsche Philharmonie Merck beim internationalen Musikfestival "The Returns" in Vilnius (Litauen) auf. 2013 gab sie ein umjubeltes Konzert mit dem "Classic meets Jazz"-Projekt "Teatime at the Savoy" beim 20. Istanbul Jazz Festival in der Türkei. Dabei musizierte das Orchester gemeinsam mit Wolfgang Heinzels Jazz-Ensemble "Opera Swing Quartet (OS4)" und stellte seine ungewöhnlich weite stilistische Bandbreite unter Beweis. 2014 war das Orchester in Dubai zu Gast und gab dort ein Galakonzert im Park des Burj Khalifa. 2015 standen Konzerte beim Cambridge Summer Music Festival sowie in Tel Aviv, Mexiko City, Rio de Janeiro und São Paulo auf dem immer umfangreicher werdenden Reisekalender der Deutschen Philharmonie Merck.

In der Saison 2016/2017 feiert die Deutsche Philharmonie Merck ihr 50jähriges Bestehen. Das Jubiläumsjahr wurde mit einem umjubelten und viel beachteten Konzert im Kloster Eberbach mit Vaughan Williams' "A Sea Symphony" unter Beteiligung der Darmstädter und der Frankfurter Kantorei eröffnet.