Im Jahr 1668 schuf die Apothekerfamilie Merck in Darmstadt die Grundlage für das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt. Die Familie ist seit jeher für ihr kulturelles Engagement bekannt und daher auch Namensgeber der Philharmonie Merck.
Erste musikalische Aktivitäten - zunächst Merck´scher Mitarbeiter - lassen sich bereits Ende des 19. Jahrhunderts nachweisen. Im Laufe der Jahrzehnte entstanden die verschiedensten Formationen von Kammermusik und Big Band über Spielmannszüge bis hin zum Sinfonieorchester. Aus dem 1966 gegründeten "Instrumentalkreis im Hause Merck" erwuchs zunächst das "Kammerorchester Merck" (1968), anschließend die "Kammerphilharmonie Merck" (1996) und zuletzt die "Philharmonie Merck" (seit 2003).
Heute besteht das Ensemble aus bis zu achtzig ausschließlich professionellen Musikerinnen und Musikern und entwickelte sich zu einem leistungsstarken dynamischen Orchester - "ein Orchester auf dem besten Weg nach oben", so das Urteil der Presse. Die Struktur eines freien Orchesters ermöglicht ein breites Repertoire von Barock, über Klassik und Cross-Over-Projekte bis hin zur Moderne. Auch spezielle Kinder- und Jugendprojekte, wie die traditionellen Sitzkissenkonzerte, finden jährlich statt.
Im Jahr 1996 begründete die Philharmonie Merck ihr eigenes Festival, den "Musikalischen Herbst". Im Zweijahreszyklus werden in den Monaten von September bis Dezember internationale Spitzenklangkörper, wie das London Symphony Orchestra, das Gabrieli Consort and Players oder das European Union Youth Orchestra nach Darmstadt eingeladen. International renommierte Künstler wie Vladimir Ashkenazy, Sir Roger Norrington, Ben Heppner oder Baiba Skride, aber auch junge Ensembles wie das schwedische Vokalensemble The Real Group oder das Vokalquintett amarcord bereicherten bereits die Konzertreihe.
Die Philharmonie Merck konnte sich jedoch nicht nur regional einen Namen machen. Konzertreisen führten das Orchester in zahlreiche europäische Metropolen, u.a. nach Amsterdam, Barcelona, Brüssel, Lissabon, Paris, Trondheim und Wien. Aber auch fernere Destinationen wie die Türkei, Litauen, Indien, Brasilien und Mexiko standen auf dem Reiseplan.
Mehrere CD-Einspielungen veranschaulichen die Entwicklung des Orchesters. Die zuletzt erschienene CD "Teatime at the Savoy" wurde inzwischen von zahlreichen Radiosendern weltweit (beispielsweise dem "Classic Radio - ABC" in Australien) gespielt und gelobt und auch vom Hessischen Rundfunk zur CD der Woche gewählt. ![]()